Lincoln und das fortwirkende Erbe der zweiten Amerikanischen Revolution: Eine Antwort auf einen Kritiker des „Briefs aus dem Jenseits“

Abraham Lincoln

An den unzufriedenen WSWS-Leser „Gavan2020“,

auf die Veröffentlichung des „Briefs aus dem Jenseits von A. Lincoln“ sind bei der WSWS zahlreiche Reaktionen eingegangen. Die meisten waren positiv, einige sogar begeistert. Mehrere Leserinnen und Leser haben mich aufgefordert zu erklären, woher dieser Brief stammt. Eine Leserin bat darum, mit Mr. Lincoln in Kontakt gebracht zu werden.

Deine Reaktion, veröffentlicht im Kommentarbereich, gehört zu der kleineren Gruppe von Antworten, die den Brief als Verrat am Marxismus und als Abgleiten in Richtung Kapitulation vor der bürgerlichen Demokratie auffassen. Diese Zuschriften, deine eingeschlossen, bringen Sorgen zum Ausdruck, die fehlgeleitet und irreführend sind.

Warum habe ich diesen Brief geschrieben? Ein persönliches Moment möchte ich gleich zu Beginn nicht leugnen. Ich bewundere Lincoln, so lange ich denken kann. Ich habe mir die filmischen Darstellungen Lincolns durch Henry Fonda, Raymond Massey, Hal Holbrook, Sam Waterston und Daniel Day-Lewis viele Male angesehen. Holbrooks Darstellung finde ich am eindringlichsten. Ich verfolge, so gut ich kann, die umfangreiche und ständig wachsende biografische Literatur. Das ist unter Mitgliedern der Socialist Equality Party nicht ungewöhnlich.

Ich habe alle großen Reden und Briefe Lincolns gelesen und einige davon auswendig gelernt, und beim Verfassen des „Briefs aus dem Jenseits“ habe ich versucht, etwas von der Kadenz seiner poetischen Prosa des 19. Jahrhunderts nachzuahmen. Das Ergebnis ist, wie zu erwarten, nur ein blasser Abklatsch. Hätte ich 1860 mein 21. Lebensjahr vollendet, hätte ich mich den Wide Awakes angeschlossen, die Lincoln im Präsidentschaftswahlkampf zujubelten. Was du aus dieser hypothetischen Neigung machst, bleibt dir überlassen. Sie hat mich jedenfalls nicht daran gehindert, 1971 der trotzkistischen Workers League (Vorläuferin der SEP) beizutreten, und das seither vergangene halbe Jahrhundert hat mir keinen Anlass geboten, diese beiden Bindungen meiner Jugend – die eine historisch, die andere zeitgenössisch – als Widerspruch zueinander zu betrachten. Im Gegenteil.

Es gab jedoch einen wichtigeren Grund, diesen Brief auf der World Socialist Web Site zu schreiben und zu veröffentlichen. Wir nähern uns dem 250. Jahrestag der öffentlichen Proklamation der Unabhängigkeitserklärung – jenes Dokuments, das die Gleichheit aller Menschen und das naturgegebene Recht proklamierte, unterdrückerische Regierungen zu stürzen. Zu diesem Jahrestag ist die Arbeiterklasse mit einem beispiellosen Angriff auf ihre demokratischen Rechte konfrontiert. Die Vereinigten Staaten werden von einer reaktionären kapitalistischen Oligarchie in eine Diktatur mit offen faschistischen Zügen verwandelt. Und dies ist nicht nur ein amerikanisches Phänomen; es ist die Speerspitze eines globalen Prozesses. Unter diesen Bedingungen ist es „recht und billig“, um Lincolns Worte zu verwenden, auf die historischen Erfahrungen der vergangenen Revolutionen Amerikas zurückzugreifen, um die tief verwurzelten demokratischen Überzeugungen der Arbeiterklasse freizulegen und zu aktivieren.

Du wendest dich gegen meinen Brief mit dem Argument, Lincoln sei ein bürgerlicher Politiker gewesen, die Sklaverei „keine Lohnsklaverei“, und die Berufung auf Lincolns Vermächtnis durch eine sozialistische Publikation ein Zugeständnis an einen „Nationalismus, der zur Zeit Lincolns progressiv war, heute jedoch regressiv reaktionär ist“. Dem setzt du, mit einer gewissen rhetorischen Geste, entgegen: „Lincoln ist gestorben, damit die Sklaven frei sein konnten – in und mit dem Kapitalismus“, Trotzki jedoch sei „gestorben, damit die Arbeiter frei sein könnten – im Sozialismus“.

Danke für den gut gemeinten Hinweis.

Doch deine Formulierung kappt die reale historische Beziehung zwischen den bürgerlich‑demokratischen Revolutionen und der sozialistischen Bewegung, die aus ihnen hervorging und heute deren einzig legitime Erbin ist. Zu einer marxistischen Position gelangt man nicht, indem man historisch abstrakte Banalitäten aneinanderreiht und das Ergebnis zur Theorie erklärt.

Der Bürgerkrieg war die zweite Amerikanische Revolution. Sein Ergebnis – die gewaltsame Zerschlagung der Macht der Sklavenhalter und die Abschaffung der Sklaverei, bei der der Sklave persönliches Eigentum seines Herrn war – stellte ein welthistorisches Ereignis dar, das die Bedingungen veränderte, unter denen sich die Arbeiterklasse in den Vereinigten Staaten und international entwickeln und kämpfen konnte. Marx verfolgte den Krieg mit größter Aufmerksamkeit, organisierte unter britischen Arbeitern Solidarität mit der Union und erkannte – wie Lincoln selbst in der letzten Phase seines Lebens –, dass die innere Logik des Konflikts über die ursprünglichen Ziele der Bourgeoisie hinausdrängte, die ihn begonnen hatte.

Nach Lincolns Ermordung verfasste Marx im Mai 1865 für den Generalrat der Internationalen Arbeiterassoziation eine Adresse an Präsident Andrew Johnson. Sie enthält eine Würdigung Lincolns, die es wert ist, in Erinnerung gerufen zu werden, da du offenbar nicht mit ihr vertraut bist. Lincoln, schrieb Marx, sei „einer der seltenen Männer, denen es gelingt, groß zu werden, ohne aufzuhören, gut zu sein“. Er beschrieb ihn als einen Mann, „den der Misserfolg nicht niederschlagen, den der Erfolg nicht berauschen konnte, der unerschütterlich seinem großen Ziele entgegendrängte, ohne es je durch blinde Hast aufs Spiel zu setzen, bedächtig seine Schritte fördernd, ohne je einen zurück zu tun“, einen Mann, der „sein titanisches Werk ebenso einfach und bescheiden verrichtet, wie Herrscher von Gottes Gnaden kleine Dinge mit prahlerischem Glanz und Aufwand zu tun pflegen“. Das ist das Urteil des Autors des „Kapital“ über den bürgerlichen Politiker, dessen Erwähnung in einer sozialistischen Publikation du peinlich findest. Vielleicht möchtest du die Sache mit ihm direkt ausmachen. Ich wäre gern behilflich, ein Gespräch zu arrangieren, aber ich habe Marx’ aktuelle E‑Mail‑Adresse nicht zur Hand.

Auch Lenin rief in seinem „Brief an die amerikanischen Arbeiter“ von 1918 das Beispiel der amerikanischen Revolutionen in Erinnerung. Er schrieb:

Im amerikanischen Volke lebt eine revolutionäre Tradition, die die besten Vertreter des amerikanischen Proletariats übernommen haben – jene Vertreter, die wiederholt ihre völlige Solidarität mit uns, Bolschewiki, kundgaben. Diese Tradition rührt aus dem Befreiungskriege gegen die Engländer im 18. Jahrhundert und dem Bürgerkriege im 19. Jahrhundert her. 1870 stand Amerika in gewisser Hinsicht – berücksichtigt man bloß die „Zerstörung“ einiger Zweige der Industrie und der Volkswirtschaft – weit hinter 1860 zurück. Aber wie pedantisch, ja geradezu idiotisch müsste ein Mensch genannt worden, der auf Grund dessen die höchste universell-historische, fortschrittliche und revolutionäre Bedeutung des amerikanischen Bürgerkrieges von 1863–1865 leugnen wollte.

Trotzki studierte während des russischen Bürgerkriegs den amerikanischen Bürgerkrieg und hatte die Absicht, eine Geschichte dieses Konflikts zu schreiben. Schon diese Verbindung ist aufschlussreich. Der Oberbefehlshaber der Roten Armee beschäftigte sich mitten im Kampf um das Überleben des ersten Arbeiterstaats mit den Feldzügen Grants und Shermans nicht aus einer antiquarischen Neigung heraus, sondern weil er – wie zuvor Marx und Lenin – begriff, dass die großen revolutionären Erschütterungen der bürgerlichen Epoche nicht etwas der modernen Arbeiterklasse Fremdes waren, sondern einer ihrer Grundbestandteile, und dass sich die sozialistische Bewegung in den Vereinigten Staaten nicht auf der Basis von Gleichgültigkeit, geschweige denn Feindschaft gegenüber den demokratischen und revolutionären Traditionen entwickeln kann, aus denen die amerikanische Arbeiterklasse historisch hervorgegangen ist.

Lincoln als eine Gestalt zu behandeln, die den demokratischen Idealen der sozialistischen Bewegung fremd ist, bedeutet, die Methode von Marx, Engels, Lenin und Trotzki zugunsten eines sektiererischen Schemas über Bord zu werfen, in dem die Arbeiterklasse von der gesamten früheren Geschichte revolutionärer Kämpfe gegen Feudalismus, Sklaverei und Absolutismus abgeschnitten wird. Dieses Schema ist eine Karikatur des Marxismus. Es ist in der Vergangenheit immer wieder aufgetreten – jedes Mal zum Schaden der Bewegung, die es sich zu eigen machte.

Die WSWS hat eine konsequente Kampagne gegen das „1619 Project“ der New York Times geführt – eine Kampagne zur Verteidigung des revolutionären Erbes der Vereinigten Staaten gegen den Versuch, die Amerikanische Revolution und den Bürgerkrieg als Ausdruck einer unveränderlichen „Rassenpathologie“ zu verfälschen, Lincoln aus dem Pantheon fortschrittlicher historischer Gestalten zu verbannen und rassistische Mythologie an die Stelle der Klassenanalyse der amerikanischen Geschichte zu setzen. Die Interventionen der WSWS, gestützt auf die Arbeiten führender Historiker unserer Zeit, darunter James McPherson, Gordon Wood, James Oakes, Victoria Bynum und andere, zielten darauf ab, den demokratischen und revolutionären Gehalt dieser Ereignisse gegen eine akademische und journalistische Offensive zu verteidigen, mit der er liquidiert werden sollte. Der Brief Lincolns aus dem Jenseits ist nicht nur Bestandteil dieser politischen und geschichtswissenschaftlichen Auseinandersetzung, sondern auch des heutigen Kampfs gegen Trump und gegen die faschistische Verschwörung der Oligarchie.

Es ist ironisch, dass deine Kritik an dem Lincoln‑Brief selbst in politische Verwirrung und Opportunismus abgleitet. Du schreibst: „Die Verfassung, für die Lincoln gekämpft habe, kann heute nicht wiederbelebt werden, solange die Oligarchie nicht verschwunden ist.“

Zunächst einmal wird die sozialistische Revolution und die Errichtung der Arbeiterherrschaft nicht „die Verfassung wiederbeleben“, die das Fundament des bürgerlichen Staats bildet. Die sozialistische Revolution wird die wirklichen demokratischen Errungenschaften der Revolutionen von 1776–1783 und 1861–1865 verteidigen, wiederbeleben und auf eine höhere Stufe heben. Sie wird nicht die Exekutive der US‑Verfassung, das Zweikammerparlament, den nicht gewählten Supreme Court und das Electoral College bewahren. Sie wird jedoch den eigentlichen demokratischen Gehalt der Bill of Rights und die entscheidenden Rechte verteidigen, die in den 13., 14. und 15. Zusatzartikeln der Verfassung verankert sind. Zu diesen Rechten gehört auch das Recht auf Staatsbürgerschaft durch Geburt auf amerikanischem Boden – eine zentrale Errungenschaft des Bürgerkriegs, die derzeit von der faschistischen Trump‑Regierung angegriffen wird. Und selbst dieses Prinzip wird durch die Ablösung nationaler Staatsbürgerschaft durch eine übernationale Identität einer global geeinten Menschheit, wie sie in der „Internationale“ vorausgesehen ist, überholt werden. In diesem Zusammenhang ist zu ergänzen, dass die Schaffung einer sozialistischen Verfassung stark auf die Erfahrungen der Pariser Kommune zurückgreifen wird, die sechs Jahre nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs gebildet wurde. Unser Ziel ist nicht ein besserer Nationalstaat, sondern sein Absterben.

Der Brief Lincolns aus dem Jenseits ist ein Versuch, das Beste des demokratischen Erbes der Vereinigten Staaten gegen das Schlimmste ihrer gegenwärtigen kapitalistisch‑imperialistischen Realität in Stellung zu bringen. Er ist ein Appell an die amerikanische Arbeiterklasse, die Traditionen des Kampfes um demokratische Rechte neu zu behaupten und zu begreifen, dass die Verteidigung dieser Rechte heute nur noch durch die unabhängige politische Mobilisierung der Arbeiterklasse auf der Grundlage eines sozialistischen Programms gegen die kapitalistische Oligarchie möglich ist.

Du schreibst weiter, ich würde mich auf Lincoln statt auf Trotzki berufen, weil der Autor „fürchtet, was da kommt: von der Sowjetmacht, durch die Sowjetmacht, für die Sowjetmacht, und weil die aufständische Liste in der UAW weit mehr ist, als Lincoln der jungen amerikanischen Arbeiterklasse damals geben konnte“.

In mehr als 55 Jahren in der trotzkistischen Bewegung bin ich von Anti‑Marxisten vieler politischer Fehler bezichtigt worden, aber bis heute war mir noch nie vorgeworfen worden, die Bildung von Sowjets zu fürchten. Tatsächlich besteht der Hauptvorwurf der „sektiererischen“ Ketzerei, der mir am häufigsten gemacht wird – von Gewerkschaftsfunktionären, von allerlei pseudo‑linken Tendenzen im Umfeld der Demokratischen Partei und von einer ganzen Reihe akademischer Kritiker, die sonst wenig miteinander gemein haben – darin, dass die SEP für den Aufbau der Internationalen Arbeiterallianz der Aktionskomitees (International Workers Alliance of Rank‑and‑File Committees – IWA-RFC) kämpft, unabhängig von der Gewerkschaftsbürokratie und in offenem Gegensatz zu ihr.

Die Berufung auf Lincoln und den Krieg gegen die Herrschaft der Sklavenhalter ist alles andere als ein Rückzug von der Perspektive der Arbeiterherrschaft; sie ist Teil der politischen Vorbereitung darauf. Die amerikanische Arbeiterklasse wird nicht zur Schaffung unabhängiger Kampf- und Herrschaftsorgane kommen, ohne die Geschichte des Landes zu studieren, in dem sie lebt, und die revolutionären Kämpfe zu kennen, aus denen ihre demokratischen Traditionen hervorgegangen sind.

Noch ein weiterer Punkt. Du schreibst, die WSWS sei „keine Website für Literatur, Romane, literarische Experimente und Wortspiele, Stilfragen, Poesie usw.“, und fügst hinzu, „da der Marxismus wissenschaftlich ist, kann man beim Schreiben über den Klassenkampf nicht oft Metaphern verwenden“.

Das ist eine vollkommen falsche Aussage über die Publikation, die du zu lesen vorgibst. Die Kulturseiten der World Socialist Web Site haben über mehr als ein Vierteljahrhundert hinweg umfangreiche Kritiken über Film, Theater, Literatur, Musik, Malerei und Tanz veröffentlicht. Die WSWS hat Essays über Shakespeare, Puschkin, Goethe, Tolstoi, Dostojewski, Whitman, Twain, Dreiser, Wright, Trumbo und viele andere gebracht; über die großen Komponisten und das Kino des 20. Jahrhunderts; und über den kulturellen Schaden, den die politische Reaktion der letzten Jahrzehnte angerichtet hat. Allein David Walshs Schriften über Film bilden den umfangreichsten Korpus marxistischer Kulturkritik, der in dieser Zeit irgendwo auf der Welt entstanden ist. Ist diese Arbeit deiner Ansicht nach eine Ablenkung vom eigentlichen Zweck unserer Publikation, oder hast du dir schlicht nie die Mühe gemacht, sie zur Kenntnis zu nehmen, bevor du feststellst, was diese Publikation ist und was nicht?

Die von dir vorgetragene Auffassung – wissenschaftlicher Sozialismus sei unvereinbar mit Metaphern, mit literarischer Form, mit den imaginativen Mitteln der Sprache – ist ein derart grundlegendes Missverständnis, dass man kaum weiß, wo man mit der Korrektur beginnen soll. Marx’ Prosa zählt zu den großen literarischen Leistungen des 19. Jahrhunderts. Der berühmte Beginn des Kommunistischen Manifests, die Figur des „alten Maulwurfs“ im „Achtzehnten Brumaire“, die Passagen über den Warenfetischismus im „Kapital“, das polemische Feuer der Schriften gegen Proudhon und Bauer – all das sind keine Verzierungen, mit denen ein vermeintlich „reiner“ wissenschaftlichen Kern nachträglich versehen wurde. Die literarische Kraft ist von der analytischen Kraft untrennbar, weil die dialektische Methode Ausdrucksformen verlangt, die dem widersprüchlichen, sich entwickelnden, lebendigen Charakter ihres Gegenstands gerecht werden.

Trotzki war einer der großen Schriftsteller – aller Sprachen – des 20. Jahrhunderts, und seine politischen Schriften – „Geschichte der Russischen Revolution“, „Mein Leben“, „Literatur und Revolution“, die Polemiken gegen die Bürokratie – sind ohne ihre literarische Qualität gar nicht denkbar. Lenin, oft als trockener Techniker der Bewegung missverstanden, schrieb mit beißendem Witz und griff ständig auf bildhafte Vergleiche zurück. Die Vorstellung, die Arbeiterklasse sei in der verflachten Idiomatik eines bürokratischen Memorandums anzusprechen, aus der jede Metapher verbannt und jede Vorstellungskraft misstrauisch beäugt wird, hat nichts mit Marxismus zu tun. Sie hat vor allem etwas mit der kulturellen Verarmung zu tun, die der Stalinismus der Arbeiterbewegung im 20. Jahrhundert auferlegt hat und von der sie sich bis heute nicht erholt hat.

Wir begrüßen auf der WSWS Poesie, literarisches Experimentieren und eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten künstlerischer Form, wenn sie dem Aufbau der internationalen sozialistischen Bewegung der Arbeiterklasse und der Vierten Internationale dienen. Das ist ein wesentlicher Bestandteil der politischen Aufgaben der Bewegung. Die Oktoberrevolution löste eine Blüte künstlerischer Experimente aus, die von der stalinistischen Reaktion erstickt wurden. Die Wiederaneignung dieser Tradition und ihre Weiterentwicklung gehören zu den Aufgaben, denen sich die Bewegung stellen muss.

In diesem Zusammenhang werden die Socialist Equality Party und die World Socialist Web Site den 250. Jahrestag der Amerikanischen Revolution mit einem Online‑Webinar begehen, zu dem wir führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Revolution eingeladen haben. Zu den Themen, die dort behandelt werden, wird Lincolns Platz in der amerikanischen und Weltgeschichte gehören – der Platz jenes Mannes, der das unvollendete Werk von 1776 vollendete. Die Aufgabe, sein Werk auf einer internationalen sozialistischen Grundlage zum Abschluss zu bringen, fällt heute der Arbeiterklasse zu.

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